Wednesday, August 31, 2005

 
Online-Lehre: Tipps von Studierenden

(Gefunden im Newsletter „Learner.de" vom 31.08.; Downloadmöglichkeit für Reader ganz am Schluss des Textes)

Studierende an der Universität Potsdam haben ein Buch für ihre Profs geschrieben, wie sie digitale Medien in ihren Lehrveranstaltungen einsetzen können. Die AutorInnen gehen davon aus, dass mangelnde Vorstellungskraft Schuld für die geringe Nutzung virtueller Medien sei. Mit dem Buch wollen sie nachhelfen und geben Tipps für die gängigsten Veranstaltungstypen.

learner/Potsdam - An der Universität Potsdam haben Studierende des Magisterstudiengangs Erziehungswissenschaft ein Lesebuch für DozentInnen über Online-Lehren an der Hochschule geschrieben. Die AutorInnen untersuchen welche Medienunterstützung für verschiedene Arten von Lehrveranstaltungen geeignet ist und wie diese sinnvoll eingesetzt werden kann. Bei jeder Veranstaltung weisen sie auf den Mehrwert hin, den der Einsatz neuer Medien sowohl Studierenden als auch Lehrenden bringt.

Für jede Veranstaltung der richtige Tipp
Zunächst haben die AutorInnen die verschiedenen Arten von Lehrveranstaltungen wie sie an der Universität praktiziert oder von den Studierenden erfahren wurden, identifiziert. Vorlesung, Text-Seminare, Referate-Seminare, Projektseminare und Interessensgeleitete Seminare wurden analysiert, um die didaktischen Aufgaben und Ziele der Veranstaltungen herauszufiltern. Als drittes wurden die verschiedenen didaktischen Aufgaben bestimmten Medienfunktionen zugeordnet, die aus
lerntheoretischer und didaktischer Sicht die didaktischen Aufgaben unterstützen können.

Mobile Laptopinseln ideal
Um die Medien-Tipps zu den Lehrveranstaltungen umzusetzen, empfehlen die AutorInnen einen Laptop-Pool, der aus einem Transportwagen mit 25 Laptops, einem kabellosen Netzwerk und einem Beamer besteht. Der Laptop-Pool kann aufgrund seiner Mobilität in allen Lehrveranstaltungsräumen verwendet werden, die einen verkabelten oder kabellosen Zugang zum Internet bieten. Als zeitlichen Aufwand für die Vorbereitung zur Nutzung in den einzelnen Veranstaltungen veranschlagen die Studierenden rund zehn Minuten. Die Software für die einzelnen Medienkonzepte ist frei wählbar. Es können beliebige Lehr-, Lernplattformen oder Groupware-Systeme verwendet werden. In dem Lesebuch gibt es jedoch konkrete Beispiele für die Lehrmanagementsysteme „Blackboard", „PULS2" und „sTeam", einem Open Source-Produkt.

Auf dem Weg zur eUniverity
Die einzelnen Texte des Lesebuchs haben TeilnehmerInnen des Seminars „Online-Didaktik" am Lehrstuhl für Erwachsenenbildung/Weiterbildung und Medienpädagogik geschrieben. Die Materialien sollen ein didaktischer Beitrag für die weitere Entwicklung der Universität Potsdam zur eUniversity sein. Aktuell evaluieren Studierende am Institut für Erziehungswissenschaft die Wirksamkeit online- interstützter Lehrveranstaltungen. Das Institut hat sich zum Ziel gesetzt, online-unterstützte Lehr- und Lernprozesse weiter zu entwickeln.

Bilbliografische Angaben:
Joachim Ludwig (Hrsg.)
Online-unterstütztes Lehren und Studieren
Ein Lesebuch von Studierenden für Dozenten und Studierende (1397 – 30.08.2005)

Das Buch kann als pdf unter folgendem Link heruntergeladen werden:
http://www.uni-potsdam.de/agelearning/docs/Didaktische_Modelle_Lesebuch.pdf

Comments:
Die Art und Weise der Studierenden, konstruktiv mit ihrer Studiensituation umzugehen, entspricht so ziemlich meinem Ideal, wie ich es in den zwei Jahren Fernstudium angestrebt habe. (Leider schaffst Du Dir dadurch oft auch das Images eines Klugsch...). Dennoch, ich würde es vermutlich wieder so angehen, weil in diesem Fall die Studierenden schon allein durch das Schreiben des Buchs davon profitiert haben. Interessant wäre zu erfahren, ob dieses Buch zu Veränderungen im Studienalltag führt. Danke Rainer für diesen Hinweis (...und bei Links bitte immer das http:// am Anfang mit angeben, sonst treten Fehler auf.)
 
Die Studierenden in Potsdam bzw. die AG E-Learning dort ist offensichtlich jetzt dabei, das Geschehen zu evaluieren - du kannst dort also sicher Infos bekommen, ob sich was tut durch die Veröffentlichung.

(Danke auch für den http-tipp; ich dachte es reicht, wenn ich den bei der Erstellung des Posts im eigentlichen Link hinterlege - oh weh, die Anfänge des Bloggens. Jetzt sollte es aber klappen, habe korrigiert.)
 
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