Monday, September 26, 2005

 
Wie bewahrt man sich seine Ideale?
Stell Dir vor Du bist Koch in einem kleinen Restaurant. Du bist kein schlechter Koch, sagen die Leute und zu einer passenden Gelegenheit nimmst Du Dir vor, mal wieder einen neuen Stern für das Restaurant zu erarbeiten. Du fängst an zu kochen, stehst mindestens 5 Stunden in der Küche, wählst die Zutaten und das Menü mit Bedacht aus und gibst Dir richtig Mühe. Dann kommt der Moment, Du hast alles angerichtet und die Gäste können kommen...
...einige kommen auch. Andere kommen zu spät. Es wird gegessen. Am Ende fragst Du dann, wie es denn so geschmeckt hat. Die Antworten fallen doch recht unterschiedlich aus und Dir wird klar, dass Du den neuen Stern getrost auf nächstes Mal verschieben kannst. Eine mehrheitliche Antwort: es war ganz gut, aber essen? Nein. Essen wollten wir nicht. Höchstens mal kosten. Für den Rest haben wir doch unsere Kantine. Und dann noch wissen Sie, schwarzer Pfeffer ist ja schön und gut, aber weißer Pfeffer, der hat erst die richtige Schärfe. Und ob die Gäste ein zweites Mal in Dein Restaurant kommen, ja vielleicht, vielleicht aber auch nicht.
Und beim nächsten mal? Stehst Du dann wieder da und grübelst nach Rezepten? Oder schaust Du mal nebenan vorbei beim Fast Food Restaurant und lässt Dich inspirieren? Ich meine man hat ja so Ideale und Vorstellungen, aber wer will die genießen?

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